Über den sinn und unsinn von impfungen:




Juli 2017
Ich habe heute mit gemischten Gefühlen (vor allem Wut und Fassungslosigkeit) die Sendung im Radio (Bayern3) zum Thema „Impfen“ verfolgt. Gleich vorweg: es ist mir unverständlich, wie ein öffentlicher Sender so einseitig und „voreingenommen“ berichten kann. Ich will jetzt nicht auf alle, aus meiner Sicht stumpfen und z.T. arroganten Argument und Aussagen eingehen. Diese eine aus meiner Sicht haarsträubende Antwort auf einem Anruf einer Impf-Gegnerin kann ich schlichtweg nicht unkommentiert lassen. Die Frau rief beim Sender an und schilderte, dass sie ihr ältestes Kind im frühen Alter hatte impfen lassen und dieses darauf mit Neurodermitis reagierte. Anschließend habe sie erst mit Hilfe einer homöopathischen Behandlung die Neurodermitis wieder in den Griff bekommen, woraufhin sie ihre anderen Kinder nicht hatte impfen lassen. Ohne den genauen Wortlaut widerzugeben war die Antwort der sog. „Experten“ beim Sender die folgende: Es werde immer wieder berichtet, dass Impfungen Neurodermitis hervorrufen können, es handle sich hierbei jedoch nur um Märchen und es sei kein einziger Fall von Neurodermitis nach einer Impfung bekannt. Diese „Märchen“ kursierten ständig und würden jedweder wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Dazu fallen mir spontan einige Fragen ein: was bedeutet wissenschaftlich? Laut verschiedener Quellen sind nur ca. 18% aller wissenschaftlicher Erkenntnisse wirklich wissenschaftlich erforscht. Der Rest ist „Pseudowissenschaft“ (ein Wissenschaftler/Doktor stellt unter seinem Namen eine Behauptung auf, wodurch diese „wissenschaftlich erforscht/überprüft“ ist).

Es ist zwar schon eine Weile her, jedoch wurde besispielsweise schon öfters wissenschaftlich belegt, "dass die Erde eine Scheibe ist".

Das Thema Impfen ist ein sehr komplexes Geschehen und nicht von vornherein als gut oder schlecht abzutun. Auch sind unterschiedliche Sehweisen legitim, richtig und wichtig. Eine derart einseitige Berichterstattung und gar oberflächliche Propaganda wie in dem oben beschriebenen Fall grenzt für meine Begriffe jedoch an vorsätzliche Körperverletzung und Lobbyismus.

Gerne bin ich jeder Zeit nach Terminvereinbarung bereit, ihnen meine Sichtweise und Erfahrungen zu ihrem individuellen Thema in einem persönlichen Gespräch in meiner Praxis näher zu bringen. Scheuen Sie sich nicht anzurufen und einen Termin zu vereinbaren!
Ihr Andreas Lee Reichel-Dittes

 

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